Selbstwerdung

Der Mensch: Integrierte Gestalt

Das Individuum Mensch, als integrierte Gestalt: Analyse des ontologischen Status, der Seinsweise und der intrasubjektiven Potenzialität in kontinuierlicher Aktualisierung und Wirksamkeit.

Ontologischer Status Eigene Basis der Existenz.

Der ontologische Status des Menschen beschreibt das Sein des Menschen selbst als einen realen, kontinuierlichen Aktualisierungsprozess intrasubjektiver Potenzialität. Der individuelle und singuläre Mensch ist kein abgeschlossenes Endprodukt, sondern ein offenes Entwicklungsstadium in einem fortlaufenden Prozess der Selbstwerdung.

Seinsweise / Modalität Verlauf des Seins.

Die Seinsweise des Menschen beschreibt die konkrete Verlaufsform (Modalität), in der sich dieser ontologische Aktualisierungsprozess zeitlich, offen und graduell vollzieht. Wie der Mensch ist, geschieht niemals statisch – Sein ist Bewegung, Offenheit und graduelle Selbstwerdung zugleich. Sein ist niemals abgeschlossen; der Mensch entfaltet sich als durchlässiges Entwicklungsstadium, in dem Informationen, innere Struktur und Potenzialität fortwährend ineinandergreifen und ihn in jedem Moment neu formen.

Funktion im Gesamtgefüge Aufgabe im Kontext.

Funktion bezeichnet die kontinuierliche Kopplung der qualitativen intrasubjektiven Potenzialität mit der Offenheit der eigenen Modalität und der kontextabhängigen Richtung sowie Reichweite der Wirksamkeit innerhalb eines gemeinsamen Gesamtprozesses. Der Mensch wirkt, indem er zugleich sich selbst aktualisiert und das Gefüge um sich beeinflusst – Funktion ist nicht Rolle, sondern lebendige Aufgabe von Entwicklung, Kopplung und Potenzial.

Art der Wirksamkeit Qualität der Wirkung.

Die Art der Wirksamkeit bezeichnet die vom individuellen und singulären Subjekt selbst bestimmte Wirkungsqualifikation seiner Aktualisierung, die sich offen als schöpferische oder zerstörerische Prozessführung realisiert. Die kontinuierliche Aktualisierung intrasubjektiver Potenzialität setzt reale Veränderungen, im positiven wie auch negativen Sinne innerhalb und außerhalb seiner Selbst.

Form der Bestimmung Selbstgewählte Zielsetzung.

Form der Bestimmung bezeichnet die offene, im schöpferischen Prozess selbst zugewiesene Wahl des Subjekts, wozu es seine fortlaufende Aktualisierung intrasubjektiver Potenzialität einsetzt. Das Subjekt ist prozessuale Einheit, die sich weder aus einer festen Funktion noch aus äußeren Bedingungen vollständig ableiten lässt, sondern aus der rekursiven Nutzung eigener Potenziale.

Träger / Medium Operative Umsetzung.

Der Mensch ist eine hochspezialisierte, operative Einheit, in der die intrasubjektive Infrastruktur und der aktive Vollzug untrennbar verwoben sind. Der Körper ist der Träger der Kapazität, des Vermögens, der Fähigkeit und die Schaltstelle (Medium) zu gleich, die permanent die intrasubjektive Realität durch Ausdruck und Vollzug nach Außenwelt überführt – und umgekehrt.

Verhältnisform Interne Struktur, Regulation der Potenzialität.

Verhältnisform bezeichnet nicht das bloße Verhältnis zwischen Innen und Außen, sondern den eigenen festgelegten intrasubjektiven Konzept als solches. Sie ist die primäre Bezugsform, aus der jede mögliche Innen–Außen-Relation erst hervorgehen kann. Die intrasubjektive Realität ist damit keine Ansammlung innerer Inhalte, sondern eine fest strukturierte Verhältnisform: ein inneres Gefüge von Geltung, Wichtigkeit, Relevanz, Gewichtung und Anschlussfähigkeit.

Dynamik / Entwicklungsmodus Transformation, Entfaltung, Stabilisierung.

Der Entwicklungsmodus bezeichnet die fortwährende Aktualität, in der die intrasubjektive Realität (Verhältnisform) sich transformiert, entfaltet und stabilisiert. Er umfasst die Synthetisierung und Kumulation über die Lebensspanne, bestimmt die Wirksamkeit nach innen und außen und beinhaltet die Dualität von Positiv und Negativ, die die Offenheit für Werdung oder Zerstörung ermöglicht.

Grenzen / Nicht-Zuständigkeit Ontologische Limitierung, Zuständigkeit.

Grenzen bzw. Nicht-Zuständigkeit bezeichnet die Bereiche, die ausschließlich innerhalb der eigenen Existenz liegen und aus dem kontinuierlichen Aktualisierungsprozess intrasubjektiver Potenzialität hervorgehen. Sie umfassen die Synthesen, Ausdrücke, Vollzüge und resultierenden Konsequenzen, über die das Subjekt allein verfügt. Diese Bereiche markieren die ontologischen Limitierungen und Zuständigkeiten, indem sie definieren, was innerhalb des eigenen Wirkens liegt und es von dem abgrenzen, was außerhalb der eigenen Wirksamkeit liegt.

Übergang zur nächsten Ebene Rekursion und Einbindung in größere Synthesen.

Der Übergang zur nächsten Ebene bezeichnet einen Schritt von der aktuellen Lage des Wesens und seiner Selbstregulation zur Einbindung in größere Synthesen, ohne die Eigenständigkeit der eigenen intrasubjektiven Realität aufzulösen. Er ermöglicht Rekursion oder Wiederholung, falls die Qualität, Qualifikation oder Eignung der angestrebten Synthese nicht den vorgesehenen Anforderungen entspricht.

Wir reichen dir die Parameter – doch die Arbeit am Fundament deiner Existenz ist allein dein individueller und singulärer Vollzug.

Diese Struktur beschreibt keine Erzählung und kein Weltbild, sondern eine ontologische Ordnung des Entstehens, Wirkens und Werdens.

Der menschliche Entwicklungsraum Die Bereich der bloßen Information

Ein Informationsraum ist die Gesamtheit aller Informationsobjekte, ihrer Informationseinheiten, Repräsentationen, Relationen und Transformationsregeln, die innerhalb eines gegebenen Systems existieren und verarbeitet werden können. Damit fungiert der Informationsraum als primär neutrale Trägermenge, auf der erst sekundäre Analyse-, Untersuchungs-,  Selektions- und Bewertungsprozesse operieren können.

Information ist Rohstoff des Wissens, aber noch kein Wissen selbst.

Hier greift etwas ein, das der Informationsraum selbst nicht leistet. Information darf im System existieren, aber niemals handlungswirksam werden, bevor kontrollierte Informationsoperationen abgeschlossen sind. Das ist keine Zusatzforderung – das ist eine notwendige Bedingung für Systemstabilität.