Essenz
Substrat / Sub-Existenz: Einheitsebene der roh-faktischen Grundlage
Das Substrat ist die roh-faktische Grundlage des Seins, unbestimmt, unverbunden und latent tragfähig. Es bildet die Voraussetzung für alle Kapazitäten und Potenziale, bevor irgendetwas entsteht.
Ontologischer Status Substrat, erste Erscheinung des roh-faktischen Seins
Das Substrat ist die tatsachenhafte Präsenz des „Dass-Seins“; ontisch existent, aber formell offen. Sein Potenzial ist noch nicht determiniert, und es existiert in einem Zustand reiner Offenheit, der multiple Möglichkeiten zulässt, ohne dass eine konkrete Form, Richtung oder Manifestation festgelegt wäre.
Seinsweise / Modalität Absolut unidentifiziert, unbestimmt und unverbunden
Es bildet als roh-faktische Grundlage eine eigenschaftsfreie und strukturlose Existenz vor jeder Differenzierung. Als unbestimmte Einheit ist es isoliert von Relationen und besitzt keine identifizierbaren Merkmale oder funktionalen Ausrichtungen. Es dient ausschließlich als ontologischer Rahmen, der jede spätere Formung ermöglicht, ohne selbst eine Richtung vorzugeben.
Funktion im Gesamtgefüge Das Etwas unter Vielem
Das Substrat fungiert als unhintergehbare, vor-relationale Grundlage. Es bleibt in seiner Beschaffenheit unter allen daraus entstehenden Phänomenen verborgen und unkenntlich. Es begründet die Möglichkeit von Wirklichkeit, ohne selbst determiniert zu sein.
Art der Wirksamkeit Passiv-reaktiv, latente Tragfähigkeit
Es entfaltet keine Eigeninitiative. Seine Wirksamkeit besteht in der Möglichkeit, durch externe Aktivierungsakte als Träger von Bestimmungen relevant zu werden. Es beeinflusst dabei Form, Inhalt oder Richtung der Wirklichkeit nicht eigenständig.
Form der Bestimmung Noch undefiniert; negative Bestimmung
Das Substrat ist nicht positiv determiniert; es besitzt keine zugewiesenen Eigenschaften oder Relationen. Diese negative Bestimmung ermöglicht ihm, als rezeptives Fundament zu fungieren: Es schafft Raum für spätere Bestimmungen, ohne selbst Bestimmungen zu tragen.
Träger / Medium Roh-Faktizität selbst
Das Substrat ist nicht Werkzeug oder Medium, sondern die nackte Tatsache des Seins. Sein „Dass-Sein“ bildet die ontologische Grundlage für alle weiteren Schöpfungsebenen. Träger und Inhalt sind identisch: Es ist die reine Präsenz, die als „Wo“ und „Woraus“ der Wirklichkeit dient.
Verhältnisform Vor jeder Relation
Es existiert in absoluter Bezugslosigkeit und bildet die logische Voraussetzung für die Entstehung von Polen wie Subjekt und Objekt oder Ursache und Wirkung. Es findet keine Wechselwirkung statt, da Differenzierungen erst durch externe Aktivierung entstehen.
Dynamik / Entwicklungsmodus A-dynamisch, Aktivierungsabhängig
Das Substrat besitzt keine innere Bewegung oder Eigenantrieb. Jegliche Manifestation kann nur durch externe Impulse ausgelöst werden, wodurch es vom passiven Fixpunkt zum Träger bestimmter Wirklichkeitselemente wird.
Grenzen / Nicht-Zuständigkeit Anwesenheit, Identität und Eigenheit
Das Substrat ist die ontologische Präsenz an sich, jedoch nicht identitätsstiftend für etwas anderes. Seine formale Selbstgleichheit bleibt innerhalb seiner Isolation, ohne nach außen Eigenschaften oder Eigenheiten zu projizieren.
Übergang zur nächsten Ebene Das Substrat, der zur Grundlage wird
Der Übergang entsteht, wenn externe Aktivierungen auf das Substrat wirken, um seine formelle Offenheit zu operativ-aktiver Bestimmbarkeit zu führen. Erst durch diesen Akt wird das Substrat zu einem tragenden Element, dessen inhärentes Potenzial konkret bestimmbar wird.